Thema: Sherlock (2010) |
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Als ich hörte, dass in der BBC eine neue Sherlock Holmes Serie in Planung wäre, war ich sofort Feuer und Flamme. Als dann bekannt wurder, dass das Projekt aus den Köpfen von Steven Moffat und Mark Gatiss kommt war ich mir sicher: das wird großartig. Und dann kam die erste Informationen über die Serie und ich wurde sehr skeptisch. Sherlock transportiert die Figur Sherlock Holmes in das heutige London und zeigt ihn in jungen Jahren und es sollte auch ordentlich Action geben. Uff. Zugegeben Moffat hat es nur ein paar Jahre zuvor geschafft mit Jekyll eine moderne Version oder Fortführung von der klassischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde Geschichte ins Fernsehen zu bringen. James Nesbitt verkörperte da brilliant die Hauptfigur. Also doch Hoffnung für Sherlock?
Für die nicht so bewanderten im UK-Fernsehen. Steven Moffat ist dort mittlerweile sicher jedem ein Begriff, spätestens nachdem er Head-Writer von der aktuellen Inkarnation der Dr. Who Serie geworden ist. Moffat hat hier in den vergangenen Jahren als Autor Glanzpunkte gesetzt und nun die Serienleitung inne. Das hat zu einer erneuten Verjüngung der Besetzung geführt und gleichzeitig mehr Spaß und mehr Drama gebracht.
Moffat hat im Vorfeld immer wieder betont er halte Sherlock Holmes für den "single best character in fiction, its the best thing ever." Die Entscheidung Sherlock Holmes in die heutige Zeit zu verlegen war für ihn naheliegend, denn als die Bücher damals erschienen waren sie sehr modern und zeitgemäß und blieben das für eine lange Zeit. Erst un den letzten Jahrzehnten hat sich diese Romantisierung der viktorianischen Zeit herausgebildet und Sherlock Holmes mit der Erwartung danach verknüft.
Und doch, denkt man an Sherlock Holmes hat jeder sofort ein gewisses Bild vor Augen. Sherlock Holmes ist die am häufigsten verfilmte Figur aller Zeiten und bestimmte Eigenschaften im Erscheinungsbild haben sich verfestigt. Moffat fiel sofort Benedict Cumberbatch ein, der ihm in Atonement aufgefallen war. Gatiss kannte Cumberbatch und so wurde er eingeladen die Rolle zu lesen und daraufhin sofort genommen. Für Watson haben sie Martin Freeman bekommen, der ist bekannt aus Hot Fuzz, Shaun of the Dead, dem Per Anhalter durch die Galaxis Film und der UK-Serie The Office.

Und funktioniert Sherlock denn nun wie erhoftt? Oh, ja! Das Verschieben in die heutige Zeit is wahrlich kein Hindernis und Sherlock Holmes fühlt sich wahrlich gut an modern, jung und dynamisch. Vor allem habe ich vorher befürchtet Ähnlichkeiten zu US-Serien wie The Mentalist würden Sherlock belasten, aber dem ist nicht so. Sherlock ist deutlich anders und warum auch immer, es vergehen keine 10 Sekunden nachdem Sherlock das erste Mal zu sehen ist, dass man weiß: ja das ist Sherlock Holmes, kein Zweifel. Und auch kein Zweifel, dass für einen Informationsjunkie wie Holmes das Jahr 2010 und die Handys, Organizer und das mobile Internet ein Spieleparadies mit unbegrenzten Möglichkeiten ist.
Einen einzigen Wehrmutstropfen bringt die Serie mit sich. Ich habe mich schon daran gewöhnt, dass englische Serien im Stundenformat nur auf 6 Folgen pro Staffel kommen – Sherlock ist aber ein 2-Stundenformat und damit schrumpft die Serie auf nur traurige 3 Folgen zusammen. Immerhin ist sie bereits für eine zweite Staffel erneuert, aber auch das sind dann nur 3 neue Folgen...
Oh und noch ein Ding der Unmöglichkeit! Die dritte Folge endet mit einem Cliffhanger – und was für einem! Argh! Wie lange dauerts denn noch bis zur nächsten Staffel....
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Thema: Sommerpause |
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Ja war schon schade, ich hatte vor ein wenig zu schreiben... naja mal sehen ob ich das jetzt auch noch schaffe.
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Thema: Heute ist ein guter Tag, weil...... |
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... Sommer ist und die Fußball-WM toll war (so alles in allem). Lustig vor allem die Schiedsrichter und das Spiel gegen England. Meine Zusammenfassung der WM in einem Bild ist damit dies:

*Diese Nachricht wurde auf einem Computer getippt, der ganz offensichtlich auch bei 34 Grad im Schatten funktioniert*
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Thema: Terry Pratchetts Going Postal (Ab die Post) |
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Nach Hogfather (Schweinsgalopp) und The Colour of Magic (Die Farben der Magie) kommt nun endlich eine dritte Scheibenweltgeschichte auf die Mattscheibe: Going Postal (Ab die Post). Mit dem erhofften Jahreszyklus ist es nichts geworden, aber immerhin gehen die Verfilmungen weiter. Wieder ist die Auswahl auf ein Buch gefallen, dass für sich allein genommen gut bestehen kann und das als Einstieg in die Scheibenwelt taugt. Von den Figuren der letzten Verfilmungen ist sogut wie keiner übrig geblieben, dafür können sich Scheibenwelt-Leser auf neue bekannte Figuren freuen.

Im englischen Fernsehen ist der Zweiteiler gelaufen und bei uns kommt er sicher wieder zu Weihnachten oder so. Ich hab ihn auf englisch gesehen und mich so prächtig unterhalten wie bei den ersten beiden Verfilmungen. Wem die zu langweilig oder abwegig waren, der hat wahrscheinlich auch mit Going Postal so seine Probleme, aber ich bin völlig zufrieden damit und hoffe auf mehr.
Ich hoffe ja immer noch auf eine Verfilmung von The Wee Free Men (Kleine freie Männer), die seit nunmehr vier Jahren angekündigt ist. Sam Raimi sollte da Regie führen und als bekannt gemacht wurde, dass er nicht Regie führen wird beim nächsten Spider-Man, habe ich ein bisschen wieder zu hoffen gewagt. Aber wird wohl erstmal nichts. Statt Wee Free Men oder The Hobbit oder einen World of Warcraft Film, dreht er jetzt wohl erstmal ein Zauberer von Oz Prequel. Ja, ernsthaft.
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Thema: Alice im Wunderland 3D |
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01.06.2010 22:18 |
Forum: Kino |
Tim Burtons Alice ist ein feiner Burton-typischer Film, und zwar ein 2D-Film. Ich hab mich prächtig unterhalten gefühlt, was zum einen an der schicken Burton Optik liegt und zum anderen an den großartigen Darstellern wie Johnny Depp und Anne Hathaway. Mia Wasikowska als Alice macht einen ordentlichen Eindruck, aber das kann auch einfach gutes Casting sein. Wie immer hab ich den Film (auch) im Original gesehen und dann fallen da noch die Sprechrollen auf, die mit Stephen Fry, Micheal Sheen und Alan Rickman erstklassig besetzt sind. Ach ja Handlung gibts auch und die ist so wirr wie Burtons Optik. Passt also.
Sehr interessant ist wie erfolgreich der Film ist. Ob das am 3D liegt weiss ich nicht, aber er nähert sich weltweit der 1 Millarden US-Dollar Marke und würde dann da Dark Knight von Platz 5 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten verdrängen. Nolans Möchtegern-Meisterwerk wird immer noch in den IMDB Top 10 der besten Filme aller Zeiten geführt. *Schüttel* Ich sag mal: Runter mit dem Kopf!
Und zrück zu Alice, denn im Vorfeld gab es ja massive Auseinandersetzungen mit den Kinobesitzern und Disney, denn der Film sollte nur 3 Monate nach Kinostart schon auf DVD und Bluray erscheinen. Man hat sich geeinigt, aber beim Plan ist es geblieben. Die Befürchtung war, dass viele lieber warten und direkt die DVD kaufen. Mit den Einspielergebnissen hat der Film das klar wiederlegt. Komisch ist es schon, dass der Film vielleicht sogar in manchen Ländern noch im Kino läuft wenn schon die DVD rauskommt.

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Thema: Kick-Ass (2010) |
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19.05.2010 12:23 |
Forum: Kino |
Die Frage ist nicht der Kern des Films, aber ich habe sie mir halt auch schon oft gestellt. Vor allem weil in der Comicwelt ein Superheld ja keine Superkräfte oder übernatürlichen Fähigkeiten haben muss.
Hmm... ich hab schon wieder Lust den Film nochmal zu gucken. Hitgirl kicks ass!
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Thema: Kick-Ass (2010) |
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13.05.2010 03:33 |
Forum: Kino |
Kick-Ass rockt schon gewaltig. Matthew Vaughn zeigt nach Stardust eindrucksvoll, dass er Action auch ordentlich in Szene setzen kann. Der Film ist stylisch und blutig wie Kill Bill gepaart mit Action nach Kurt Wimmer Art. Und zwar recht genau, denn ein paar nette Ideen hat Wimmer schon in Equilibrium und Ultraviolet wegweisend vorgemacht, wie etwa die Stroboszene oder das in der Luft Wechseln der Magazine. Damit will ich die Leistung von Vaughn aber nicht kleinreden, denn die Mischung bei Kick-Ass stimmt einfach.
Auch bei der Besetzung hat Vaughn ein gutes Händchen gehabt. Aaron Johnson trägt den Film als Hauptfigur ordentlich; aber das war nach der tollen Leistung neben Carey Mulligen in The Greatest ja auch zu hoffen.
In den Nebenrollen ist auch alles bestens, Nicholas Cage ist stimmig und Chloe Moretz (Hitgirl) ist wie schon in (500) Days of Summer wieder einmal herrlich erfrischend. Wie immer hoffe ich, dass die nicht der Masse der Jungstars folgt und irgendwie abstürzt. Aber hoffen wir das nicht jedesmal...
Eine echte Satire kann ich aus dem Film auch nicht rauslesen. Für mich ist das beste Underdog Teen-Superhelden Action. Und die Kernfrage der Hauptfigur ist ja durchaus berechtigt: Es gibt soviele Comicfans, warum gibt es da niemanden, der versucht einer zu sein?
Und überhaupt wann kommt mal wieder ein Kurt Wimmer Film, denn bessere Action hat seit der Matrix niemand gezeigt...
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Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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Gestern: Summer's Blood
Ashley Greene in einem unspektakulärem Serienmörder-Horrorfilm. Trotzdem nett anzusehen. 6/10

Zum Herrn der Ringe: Ich glaube nicht, dass die Langversionen qualtativ nochmal aufgepeppt werden. Für mich sieht das so aus, als wäre zum einen das digitale Entfernen des Kamerarauschen nur mäßig erfolgreich gewesen. Da hätten sie es einfach rauschen lassen sollen, anstelle soviel zu glätten und weichzuspülen. Und zum zweiten fügen sich viele Special Effects Einstellungen nicht mehr sauber in das Bild ein,als wären sie schlecht aneinandergeklebt.
Das sind keine Katastrophen, das Bild ist klar besser als das DVD Bild und ist auch mit recht feinen Details über weite Strecken über 720p Qualität. Nur Referenzklasse sind die Blurays halt nicht. Kaufen werd ich mir die Langversionen wenn die denn auf Bluray erscheinen natürlich auch wieder. Und die Filme ansich sind natürlich auch immer noch toll.
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Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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Ein wenig reingeguckt in die Herr der Ringe Triologie auf Bluray... war etwas enttäuscht von der Bildqualität, aber die Filme sind natürlich immer noch Spitze 
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Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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Einen neues Thema aufmachen ist sicher besser als ein Thema inhaltlich zu entführen. Ich hab keinerlei technische Probleme mit dem Filmfred, aber ich schreibe Artikel auch nicht in der kleinen Eingabemaske sondern in einer Textverarbeitung und kopiere sie nur hier rein – das dauert selten eine halbe Stunde.
Ich hab gesehen:
The Graves
Auf dem Bluray-Cover stand: "I love Alan Moore" und "I love Neil Gaiman" und das reicht schon für mich den Film sehen zu wollen. Es ist ein Horrorfilm (hmmm ein Teen-Roadmovie mit Suspense, Slasher Einlagen und etwas Fantasy Mumbojumbo) vom Comic Guru Brian Pulido, der auf dem After Dark Horrorfest 4 angelaufen ist und von den Fans und Kritikern ziemlich verrissen wurde. Ich weiss gar nicht warum, der Film hat zwei hübsche Hauptdarstellerinnen, ist leicht und lustig, hat seine Slasher- und übernatürlichen Einlagen und macht kleine Pitstops in allen Klischees des Genres. Ich hab mich prächtig unterhalten und ein bisschen das Gefühl, dass viele der Kritiker ihr Horrorgenre viel zu ernst nehmen. Vielleicht mache ich mal ein Doublefeature bei mir Zuhause mit The Graves und Lesbian Vampire Killers. 7/10


Endlich ist in England die neue Doctor Who Staffel angelaufen. Nachdem Russel Davis und David Tennant die Serie verlassen haben, hat jetzt Steven Moffat die Serie in die Hand genommen. Meine Hoffnungen waren sehr hoch, und der Anfang ist auch gleich vielversprechend. Die Serie ist wieder leicht, lustig, spannend und schaurig – aber immer für die ganze Familie. Neues Logo, neuer Vorspann, neuer Doctor, neue Tardis, neue Begleiterin. 8/10 mit der Hoffnung auf mehr.

Und mal wieder gesehen: Drop Dead Gorgeous
Der mittlerweile 11 Jahre alte schwarze US Komödie tarnt sich als Dokumentation über eine Kleinstadt Vorentscheidung eines landesweiten Schönheitswettberb und bietet eine Hammerbesetzung mit Kirsten Dunst, Denise Richards, Kristie Alley, Brittany Murphy, Amy Adams und vielen anderen. Ich habe das Gefühl der Film wird mit jedem Mal Gucken lustiger. Mittlerweile 8/10

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Thema: Avatar (2009 |
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26.03.2010 03:03 |
Forum: Kino |
Avatar hat jetzt außerhalb der USA fast die 2 Milliarden US-Dollar eingespielt und auch in den Staaten selber ist er jetzt langsam deutlich vor Titanic. Avatar hat jetzt soviel eingespielt wie die drei Pirates of the Carribbean Filme zusammengenommen... (Ach sind sinnlose Vergleiche nicht etwas Wunderbares?)
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Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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Endlich aufgerafft Brothers zu gucken. Fantastische Besetzung mit toller schauspielerischer Leistung, aber alles in allem habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wo der Film hin will und genau das auch nach dem Abspann noch night herausgefunden. So für mich ziemlich enttäuschend. 6/10

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Thema: The Blind Side (2009) |
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11.03.2010 03:23 |
Forum: Kino |
Ja, stimmt schon... ich finde Oher selbst sympatischer als den Film.
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Thema: The Blind Side (2009) |
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10.03.2010 17:53 |
Forum: Kino |
Die Entscheidung den Film zu machen ist sicher eine finanzielle Entscheidung für ein Studio und da klingelt die Kinokasse eben recht risikolos bei einem solchen Thema. Vom obdachlosen Analphabeten zum millionenschweren NFL Superstar. Das ist doch der amerikanische Traum. Sandra Bullock, jawoll, Amerikas "Sweetheart" als Gutmensch. Das ist alles Formeldenken (und funktioniert). Dahinter steht ja nun auch Bullocks Oskar.
Verteufeln mag ich einen solchen Film trotzdem nicht. Denn Oher kann doch nichts dafür, dass er obdachlos war und er muss sich doch auch ganz sicher nicht entschuldigen für die sportlichen Erfolge.
Michael Lewis, den Autor des Buches, kann ich auch verstehen. Denn er hat einen schönen Fall dokumentiert, der zeigt, dass selbst wenn die Entwicklung eines Menschen im Kindesalter unterbrochen wurde, es passieren kann, dass diese Entwicklung nachgeholt wird. Und das im Fall Oher in doch sehr kurzer Zeit im Teenageralter.
Und was bei Oher so sympatisch ist, ist seine ungeheure Dankbarkeit. In ihm zeigt sich deutlich, dass er versteht, wie selten eine solche Wendung in einem Leben ist, und wie glücklich er sich schätzen kann.
Sind das die Zutaten für einen kitschigen Gefühlsfilm? Ja. Sollte man ihn deswegen nicht drehen? Nein, das denke ich nicht. Und nur weil er erfolgreich ist mit einer klassischen Hollywoodformel, muss er ja nicht geheuchelt oder eiskalt konstruiert sein. Ich hab es nicht bereuht den Film zu sehen.
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Thema: Agora (2009) |
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10.03.2010 17:34 |
Forum: Kino |
Krasse Fehler hab ich keine gefunden.
Ich mag Rachel Weisz, die übrigens letzten Sonntag 40 geworden ist. Ich hab mich auch auf Agora gefreut, obwohl Religion und Wissenschaft in unser Geschichte oft unerfreuliche Zusammenstöße hatten. Der Film ist visuell eindrucksvoll und fühlt sich stimmig an- Er ist emotional aber wenig wertend. Es müsste doch eigentlich jedem klar sein, dass Toleranz und Wissenschaft Notwendigkeiten in einer Gesellschaft sind. Wenn immer sich Religion mit ihnen vereinbarte gediehen Gemeinschaften. Und wenn nicht, dann waren das in gewisser Weise immer traurige Kapitel in unserer Geschichte. Der Film scheint mir eine recht freie Erzählung zu sein, aber soviel ist ja auch nicht überliefert. Immerhin hat Amenábar ihr ein gnädigeres Ende bereitet, als das von Vielen befürchtete und im Film angedeutete.
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Thema: The Blind Side (2009) |
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08.03.2010 03:43 |
Forum: Kino |
Ich denke The Blind Side lässt sich auf einen anderen Satz runterbrechen. "Es zeigt sich, dass es sehr viel einfacher ist etwas aus seinem Leben zu machen, wenn es genug Leute gibt, die an einen Glauben." Und dann im Nachsatz noch: "Ohne diese Leute endet das sonst oft tragisch."
Big Mike hat Glück gehabt, dass er nach seiner unglücklichen Kindheit zu einem hoffentlich erfülltem Leben gefunden hat. Und die Menschen, die ihn auf diesem Weg geholfen haben, sind keine besonderen Gutmenschen, sondern haben "nur" in bestimmten Situationen "das Richtige" gemacht.
Stellt sich die Frage, brauche ich mehr Gesellschaftskritik in einem solchen Film? Hat da der Staat versagt, weil soviele Kinder aus geregelten Verhältnissen fallen? Aus der Szene im Amt ist nicht viel geblieben, ausser ein paar Lachern. Mir ist das recht, ich mag leichte Filme wie diesen.
Und sie hätten doch auch viel mehr auf die Tränendrüsen drücken können mit dem Thema. Oher war eins von 13 Kindern einer drogenabhängigen Mutter; seinen Vater hat er nie gekannt; mit 6 hat er quasi vor der Tür gelebt und sich selber versorgen müssen. Er wurde in diverse Pflegefamilien gesteckt und hat bis zu seinem 15 Lebensjahr nicht einmal lesen gelernt.
Er hat in dem Alter auf Sofas von unbekannten Leuten übernachtet, die ihn für ein paar Nächte aufgenommen hatten. Als ein Vater seinen Sohn auf einer christlichen Schule anmelden wollte hat der Oher mitgenommen und der Schule mitangepriesen. Und ab da sieht man das ja auch in dem Film. Allein der Sprung vom Analphabeten zum regulären Schulabgänger ist doch bemerkenswert. Und sogar wahr.
Dann hätten die Filmemacher auch noch auf den sportlichen Erfolgen rumreiten können. Etwa dass Oher mit Ole Miss den Cotten Bowl gewonnen hat. Na gut, die sportlichen Erfolge kamen alle erst nach dem Buch über Oher, das sicher Vorlage für das Drehbuch war. Und dass es nun mit dem NFL Traum auch geklappt hat ist quasi ein Bonus (denn das kam erst nach dem Ende der Dreharbeiten).
Und zuguterletzt hätte das Ganze noch einen außerordentlich christlichen Anstrich bekommen können. Südstaaten, christliche Schule, und so weiter. Aber zum Glück hat sich John Lee Hancock der Regisseur da überall freundlich zurückgehalten. Das mag ihm als "für den Massengeschmack optimieren" ankreiden wer will, ich tue das nicht.
Und selbst wenn Sandra Bullock für ihre Rolle nun einen Oskar bekommt, kann ich das auch verstehen, denn schließlich ist sie in dem Film sehr untypisch in Spiel, Bewegung, Aussprache und Betonung. Und gerade das hinzubekommen ist ja nun Schauspielerei 
Bleibt die Frage: Ist denn da jetzt ein wertvoller Film? Ach für uns sicher nicht und mehrfach gucken muss man ihn sicher auch nicht. Und in deutscher Übersetzung geht sicher auch viel von Bullocks Leistung flöten. Aber ich hab mich im Original gut unterhalten lassen. 6/10

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